Kleiner Stift, ganz groß

Am 30. März ist Tag des Bleistifts. Dann wird ein Alleskönner geehrt – in der Mode, in Hollywood, im Rekordhalten. 174 Millimeter Länge, sieben Millimeter Durchmesser: Seine Standardmaße sind, so scheint es, überschaubar und eher unauffällig. Doch was heißt schon Standard? Schließlich hat sich der Bleistift im Lauf seiner Jahrhunderte alten Karriere nicht nur zu einem der wichtigsten Gegenstände auf den Schreibtischen der Welt gemausert, sondern parallel dazu in ganz anderen Bereichen immer wieder für Furore gesorgt – ob als Mode-Inspiration, juristisches Streitobjekt oder Rekordhalter. 

Heute eine echte Rarität: Die ungespitzten Bleistifte aus der „Faber-Castell dated 1990 Mongol 482“-Serie mit rotem Radiergummi am Ende wurden im Jahr 1990 in den USA produziert. Produkt: Faber-Castell dated 1990 Mongol 482. Fotonachweis: Faber-Castell

Was als kleiner Racheakt begann, sollte in einem Riesen-Rechtsstreit enden: Aus Ärger über eine verlorene Copyright-Auseinandersetzung hatte der Londoner Graffiti-Künstler Cartrain 2009 aus Damien Hirsts in der Tate Modern ausgestellten raumgroßen Installation „Pharmacy" ein Päckchen Bleistifte entwendet. Per „Wanted"-Plakat schlug der 17-Jährige anschließend einen Austausch vor: das Mini-Exponat gegen seine von Hirst beschlagnahmten Collagen. Blöd nur, dass es sich bei dem Diebesgut um eine echte Rarität handelte: einen seltenen Satz aus der „Faber-Castell dated 1990 Mongol 482"-Serie. Entsprechend humorlos reagierte der einstige Großmeister der kontroversen Konzeptkunst: Hirst zeigte den Teenager wegen Kunstraubs im Wert von 500.000 Pfund an (umgerechnet aktuell ca. 560.000 Euro), die höchste Summe, um die es bis dato in Großbritannien je gegangen war. Tatsächlich wurde der Youngster verhaftet, erst gegen Kaution wieder freigelassen. Sechs Monate später ließ die Metropolitain Police alle Anklagepunkte gegen Cartrain fallen. Diese und weitere Anekdoten zum internationalen Tag des Bleistifts lesen Sie in der nächsten Ausgabe der Schreibkultur.

Zur Website: www.faber-castell.de

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